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Donnerstag - 8. März 2018

Von Markt Bibart in die ganze Welt: innovative feste und ästhetische Leichtbau-Werkstoffe

Covestro startet kommerzielle Herstellung von Composites

Zweistelliger Millionenbetrag investiert / 50 Mitarbeiter am Standort / Erhebliches Marktpotenzial / Breites Spektrum an Anwendungen und Branchen
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Folien und Platten aus endlosfaser-verstärktem thermoplastischem Verbundwerkstoff (CFRTP) können sehr variabel kombiniert werden und eröffnen Designern dadurch ganz neue gestalterische Freiheiten.

Covestro beginnt mit der Großserienfertigung eines neuartigen leichten, hochfesten und optisch ansprechenden Werkstoffs. Der endlosfaser-verstärkte thermoplastische Verbundwerkstoff (englisch mit CFRTP abgekürzt) kann effizient hergestellt werden und stößt bei vielen Kunden und Branchen auf Interesse.

Um das Marktpotenzial zu heben, hat Covestro seine Produktionskapazität deutlich erweitert und das fränkische Markt Bibart zu einem Standort für Hightech-Werkstoffe ausgebaut. Er befindet sich in der Nähe namhafter Universitäten, die intensiv an der Weiterentwicklung von Verbundwerkstoffen forschen. Covestro beschäftigt dort inzwischen 50 Mitarbeiter, ein weiterer Ausbau ist geplant. Insgesamt investierte das Unternehmen einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Steigender Bedarf an Verbundwerkstoffen
Weltweit wächst der Bedarf an robusten und leichten Materialien. Dabei spielen Verbundwerkstoffe (Composites) aus faserverstärkten thermoplastischen Kunststoffen eine wichtige Rolle. Indem sie den Energieverbrauch senken und wichtige Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit bieten, leisten sie einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung.

„Covestro entwickelt Materiallösungen und Technologien für die großen Herausforderungen der Menschheit, zum Beispiel Klimaschutz, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und die zunehmende Mobilität. Dabei spielen Verbundwerkstoffe eine immer wichtigere Rolle“, sagte der Vorstandsvorsitzende Patrick Thomas vor Journalisten.

Nachhaltigkeit ist treibende Kraft
Patrick Thomas ergänzte: „Die treibende Kraft bei all diesen Entwicklungen ist die Nachhaltigkeit: Wir wollen der Gesellschaft nutzen und die Lebensqualität von Menschen verbessern, aber die Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. So haben wir auch ein Polyurethanharz entwickelt, das in Verbindung mit verstärkenden Glasfasern und einem speziellen Herstellverfahren eine kosteneffiziente Produktion von Rotorblättern für Windkraftanlagen ermöglicht. Auf diese Weise fördern wir den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.“

„Unsere Polycarbonate haben sich bereits in vielen Anwendungen bewährt, in denen es auf Festigkeit, ein geringes Gewicht und Ästhetik ankommt, und dabei konventionelle Materialien wie Metall und Glas ersetzt“, sagte Michelle Jou, die von Shanghai aus das globale Polycarbonatgeschäft von Covestro leitet. „Man findet sie zum Beispiel in Laptop-Gehäusen, im Autoinnenraum, Scheinwerfern, Panoramadächern und medizinischen Geräten, um nur ein paar zu nennen.“

Die Anforderungen steigen
„Die Elektronikindustrie und andere Branchen wünschen sich jedoch noch festere und leichtere Werkstoffe, mit denen noch dünnere Teile gefertigt und Funktionen integriert werden können“, erläuterte Michelle Jou. „Hinzu kommt der Wunsch nach einer effizienteren Produktion. Mit unserem neuen Hightech-Werkstoff schließen wir jetzt diese Materiallücke.“

Der Leichtbau-Werkstoff der Zukunft basiert auf Endlos-Carbon- oder Glasfasern, die unter anderem mit Polycarbonat, thermoplastischem Polyurethan (TPU) oder anderen thermoplastischen Harzen imprägniert werden. Covestro stellt daraus in einer Richtung (uni-direktional) verstärkte Folien und Platten für die weitere Verarbeitung durch Kunden her. Diese Produkte können sehr variabel kombiniert werden und eröffnen Designern dadurch ganz neue gestalterische Freiheiten. Eine weitere Besonderheit von CFRTPs: Sie klingen wie Metall und fühlen sich metallisch an, bieten aber die Gestaltungsfreiheit von Kunststoffen.

Weltweites Interesse aus vielen Branchen
CFRTPs finden Interesse in so unterschiedlichen Branchen wie der Elektro- und Elektronikindustrie, bei Autoherstellern, Haushaltsgeräteproduzenten und Möbelerzeugern, in der Medizintechnik, bei Sportartiklern, Schuhherstellern und der Kofferbranche. Die Bänder und Platten werden zur Weiterverarbeitung an Kunden in der ganzen Welt geliefert.

Während die Nachfrage steigt, eignen sich die Wertschöpfungsketten schnell die erforderlichen Kenntnisse und das Know-how für den Umgang mit Verbundwerkstoffen an. Das Composite-Team von Covestro arbeitet industrieübergreifend und unterstützt den Wissenstransfer von einer Branche zur nächsten, um ein schnelleres Wachstum in diesem spannenden Sektor zu ermöglichen. Dr. Michael Schmidt und David Hartmann leiten das globale CFRTP-Geschäft von Covestro als Co-CEOs.

Ein Laptop-A-Deckel aus dem CFRTP-Composite wurde im vergangenen Jahr vom europäischen Kunststoffverband PlasticsEurope und der Gesellschaft der Kunststoff-Ingenieure (SPE) mit einem European Plastics Innovation Award ausgezeichnet – ein gutes Beispiel für das Engagement von Covestro, um die Möglichkeiten von CFRTPs für diese Industrie zu nutzen.

Es begann mit einem Start-up-Unternehmen
Die Geschichte der CFRTP-Composites begann mit der Gründung der Thermoplast Composite GmbH im Jahr 2007 in Langenfeld im Rheinland. Das Start-up-Unternehmen wurde einschließlich Technologie und geistigem Eigentum im März 2015 von Bayer MaterialScience übernommen, der Vorgängerorganisation von Covestro, und zog kurz darauf nach Markt Bibart. Dort begann dann der Auf- und Ausbau zum heutigen Produktionsstandort. Im Laufe dieses Jahres plant Covestro die Bekanntgabe vieler weiterer Kundenprojekte.

Über Covestro:
Mit einem Umsatz von 14,1 Milliarden Euro im Jahr 2017 gehört Covestro zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Bauwirtschaft, die Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie sowie der Elektro-und Elektroniksektor. Hinzu kommen Bereiche wie Sport und Freizeit, Kosmetik, Gesundheit sowie die Chemieindustrie selbst. Covestro produziert an 30 Standorten weltweit und beschäftigt per Ende 2017 rund 16.200 Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

Mehr Informationen finden Sie unter www.covestro.com und www.cfrtp.covestro.com.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.